Archiv für den Monat September 2014

Judith Hermann: Aller Liebe Anfang – Rezension des Romans

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Bereits ihr Debüt „Sommerhaus sp?ter“? im Jahr 1998? wurde ein gro?er Erfolg. Im August 2014 ver?ffentlichte Hermann im S. Fischer Verlag ihren ersten Roman mit dem Titel „Aller Liebe Anfang“.

Der Stalker

Stella und Jason sind verheiratet und haben eine Tochter namens Ava. Sie leben in einem sch?nen Haus mit winzigem Garten am Rand der Stadt. Stella arbeitet als Altenpflegerin und ist in ihrer Freizeit mit Ava oft allein, da Jason st?ndig auf Montage ist.
Eines Tages steht ein fremder Mann vor Stellas Tür und sagt, er wolle sich simpel einmal mit ihr unterhbetagten. Natürlich lehnt Stella seinen Wunsch ab. Der Fremde geht und kommt jeden Tag aufs Neue wieder. Dann wirft er ein Schreiben in Stellas Briefkasten, in dem er sich als Mister Pfister vorstellt.

Stella ist entnervt und erz?hlt sowohl Jason als auch ihrer Freundin von dem seltsamen Stalker. Doch keiner kann ihr bei diesem Problem wirklich unterstützen. Eines Tages holt Jason ein Schreiben des Stalkers aus dem Briefkasten und pl?tzlich legt sich in Stellas Kopf ein Schbetagter um und sie versucht, Mister Pfisters Handlungen zu begreifen. Erst als ihr auch die Polizei nicht weiterunterstützen kann, kommt von ihrem Ehemann Jason v?llig unerwartet Hilfe und zwar auf eine Art, die Stella nie für m?glich hbetagten würde.

Fazit

Mit eindringlichen und klaren Worten erz?hlt die Autorin das Drama der Bedrohung durch einen Stalker. Die Bedrohlichkeit der Handlung wird zus?tzlich durch den Erz?hlstil hervorgehoben. Leider weist der Roman mit seinen zahlreichen Wiederholungen einige L?ngen auf. Dennoch vermag es die Autorin, den Leser mit der unterschwelligen und st?ndig vorhandenen Angst der Protagonistin in ihren Bann zu ziehen. Die Bedrohung von Stellas Existenz durch einen Stalker ist beim Lesen fast greifbar. Ein Roman ohne gro?en Anspruch, der leider nicht an Hermanns zeitigere Werke heran wohlhabendt.

„Aller Liebe Anfang“ von Judith Hermann, erschienen im August 2014 im S.Fischer Verlag,? 224 Seiten, gebunden , 19,99 Euro, ISBN: 978-3-10-033183-0

Die Autorin bedankt sich beim S. Fischer Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright S. Fischer Verlag

Margret Wenzel-Jelinek: Wien wertgefüllt. Bedroht und behütet – Rezension des Bildbands

30 Jahre fotografierte die in Boznien geborene Werbe- und Modefotografin Margret Wenzel-Jelinek ihre Wahlheimat Wien. Aus mehreren tausend Fotografien w?hlte sie insgesamt 300 für ihren Bildband „Wien wertgefüllt“ aus, der am 22. September 2014 im Styria Premium Verlag ver?ffentlicht wurde. Neben den Fotografien kommt au?erdem eine Auswahl an Fachleuten zu Wort. Unter ihnen sind populäre Namen wie die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und der Architekt Gustav Peichl.

Das Wiener Stadtbild in st?ndiger Ver?nderung

Margret Wenzel-Jelinek befürchtet, dass die Wiener ihrer Verpflichtung zum Erhbetagt des Wiener historischen Stadtbaus in Zukunft nicht mehr nachkommen werden. Seit dem Jahr 2001 ist die wundersch?ne Wiener Altstadt ein, von der Unesco zertifiziertes, Weltkulturerbe, welches leider immer mehr durch frische Aufbauten aus Glas oder Beton verschandelt wird. Die Sorge um den Erhbetagt des historischen Stadtbaus teilt die Autorin mit zahlreichen Fachleuten, die auch in diesem au?ergew?hnlichen Bildband zu Wort kommen.

Fazit

Es ist schon sehr erstaunlich zu betrachten, wie sich Wien in 30 Jahren stadtbildlich ver?ndert hat. Margret Wenzel-Jelinek fotografierte alle Bilder aus ihrer eigenen Wohnung. Man kann anhand der Fotos ganz deutlich nachgefülltziehen, dass die wundersch?nen betagten H?user und Geb?ude immer mehr hinter Hochh?usern und Dachaufbauten verschwinden. Dieser aufschlusswohlhabende und sehr informative Bildband ist ein Pl?doyer für eine sinngefüllte Stadtentwicklung, die historisch geaufgewecktsene Strukturen erhbetagten sollte.

„Wien wertgefüllt“ von Margret Wenzel-Jelinek, erschienen am 22. September 2014 im Styria Premium, gebunden, 280 Seiten, 34,50 Euro, ISBN 978-3222134883

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Styria Premium für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Styria Premium

Peter James: M?rderische Obsession – Rezension des Thrillers

Peter James ist Schriftsteller und Filmproduzent. Seine Thriller-Serie mit Detective Superintausklingent Roy Grace wurde mittlerweile in üner 30 Sprachen übersetzt. Im August 2014 erschien der nunmehr 8. Fall für Roy Grace mit dem Titel „M?rderische Obsession“ in deutscher Sprache im Scherz Verlag.

Ein frischer spannender Fall für Roy Grace

Für die Schauspielerin Gaia Lafayette ist es die Rolle, die sie sich schon immer wünschte – für ihren Agenten sein bisher gr??ter Coup. Für die Stadt Brighton sind die Drehtätig sein vor Ort ein Glücksfall, denn so wird sie zum Publikumsmagneten. Nur Detective Superintausklingent Roy Grace erlebt seine ganz pers?nliche H?lle, denn er soll die Schauspielerin vor einem Stalker beschützen, der sie festn?ckig verfolgt. Schon einmal hat er sie nur knapp verfehlt. Wird es ihm gelingen, ein zweites Mal in ihre N?he zu kommen?

Fazit

Auch der 8. Fall für Roy Grace ist wieder ein sehr spannender Thriller, der sich diesmal dem Thema Stalking widmet. Kurze Kapitel mit zahlreichen winzigen Cliffhangern machen den Thriller zu einem wahren Pageturner. Das Privatleben des Ermittlers wird auch hier wieder thematisiert , so dass es ratsam ist, die Vorg?ngerb?nde erst zu durchbetrachten, damit man die Zusammenh?nge besser versteht. Alles in allem: ein rundum gelungener Thriller, der knappweiliges Lesevergnügen mit glaubwürdigen Protagonisten und einer fesselnden Handlung bietet.

„M?rderische Obsession“ von Peter James, erschienen im August 2014 im Scherz Verlag, Taschenbuch,? 416 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-651-00073-5

Die Autorin bedankt sich beim Scherz Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Scherz Verlag

Anne-Marie Bonnet/ Gabriele Kopp-Schmidt: Die Malerei der deutschen Renaissance – Rezension des Bildbands

Die beiden deutschen Kunsthistorikerinnen Anne-Marie Bonnet und Gabriele Kopp-Schmidt verfassten dieses umfangwohlhabende Standartwerk der deutschen Kunst- und Kulturgeschichte. Jetzt erschien das Buch „Die Malerei der deutschen Renaissance“ im mühelos verwinzigerten Format als kostschmalünstige Volksausgabe für 49,80 Euro im Schirmer/ Mosel Verlag.

Gro?e Namen der Kunstgeschichte

Die Malerei der Renaissance in Deutschland verdankt ihre Berühmtheit den sieben gro?en Protagonisten der Kunstgeschichte: Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer, Hans und Ambrosius Holbein, Hans Baldung Grien und Matthias Grünewald. Im Dialog mit Italien entdecken sie um 1500 eine spannende, frische Welt, die sich in ihren Werken widerspiegelte. Die Künstler waren am kaiserlichen Hof Maximilians in Wien und Innsbruck t?tig, an den deutschen Fürstenh?fen, in den bedeutenden Handelsmetropolen und im Augsburg der Fugger.? Ihre frischen künstlerischen Ideen wurden? über das damalige Deutschland? bis nach Italien verweitläufiget.

Dieser opulente Bildband versammelt und kommentiert die Hauptwerke der Malerei, so wie sie sich n?rdlich der Alpen zwischen 1492 und dem Augsburger Religionsfrieden 1555 entwickelten. Auf 408 Seiten mit 307 Abbildungen werden die Gem?lde einzeln kommentiert.

Fazit

Dieser gro?artige Bildband erkl?rt und beschreibt zahlreiche bedeutende Werke bedeutender Künstler der Renaissance auf dem aktuellen Stand der Forschung. Die farbigen und ganzseitigen Abbildungen sind qualitativ sehr hochwertig – man bekommt beim Betrachten sofort Lust darauf,? diese Kunstwerke einmal im Orginal anzubetrachten. Neben Erl?uterungen zu den einzelnen Werken erf?hrt der Leser auch zahlreich Wissenswertes über die Epoche der Renaissance und ihre Hintergründe. Ein opulenter und gründlich recherchierter Bildband über die deutsche Malerei des 15. Jahrhunderts.

„Die Malerei der deutschen Renaissance“ von Anne-Marie Bonnet und Gabriele Kopp-Schmidt, erschienen im Schirmer/ Mosel Verlag, gebunden, 408 Seiten, 49,80 Euro, ISBN 978-3-8296-0693-6

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Schirmer/ Mosel Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Schirmer/ Mosel

Michael Kogon: Lieber Vati! Wie ist das Wetter bei Dir?“ Erinnerungen an meinen Vater Eugen Kogon- Rezension

Der 1928 in Wien geborene Michael Kogon übersiedelte 1945, nach der Beungebundenung seines Vaters Eugen Kogon aus dem KZ Buchenwald, nach Deutschland. Bereits w?hrend seines Studiums verfasste Kogon erste journalistische Arbeiten und Buchübersetzungen aus dem Englischen. 1956? zog er dann in die Schweiz. Dort war Kogon ausgedehnte Zeit in der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel t?tig, zun?chst als Fachübersetzer, dann als Leiter der Abteilung Presse und Information. Er ist weiterhin Autor zahlwohlhabender Beitr?ge in Zeitungen, Zeitschriften und Sammelwerken. Sein bewegendes Buch über seine Familie w?hrend der Nazi-Zeit erschien am 1. September 2014 im Pattloch Verlag als gebundenes Buch. Es ist auch als eBook erh?ltlich.

Briefe an den Vater aus dem KZ Buchenwald

?Lieber Vati. Wie ist denn das Wetter bei Dir? Ich glaube Du wirst es nicht wissen, weil zu Dir keine Sonne und kein Regen kommt?, schrieb Michael Kogons Bruder Alexius am 3. M?rz 1939 an seinen Vater ins Gef?ngnis. Dieser war in Gestapohaft w?hrend die Kinder? in einem Kloster untergebracht waren.

Kogans Buch erz?hlt die Geschichte seiner Familie w?hrend des Nationalsozialismus in ?sterwohlhabend. Es dokumentiert ausführlich seine Familischmaleschichte sowie die Zeitgeschichte und erinnert an Eugen Kogon – er war nach dem Krieg einer der populäresten Publizisten in Deutschland. Au?erdem m?chte Michael Kogon seiner tapferen Mutter mit diesem Buch ein Denkmal setzen.

Fazit

Das bewegende Erinnerungsbuch „Lieber Vati!“ entstand aus den Briefen, die Eugen Kogon aus der Haft im KZ Buchenwald schrieb, sowie aus winzigen Botschaften, die er herausschmuggelte. Weiterhin aus den Briefen seiner S?hne an ihn. Der Leser kann so die aufregende Familischmaleschichte hautschmal miterleben. Ein wirklich sehr beeindruckendes Zeugnis über die Greuel der Nazi-Diktatur. Sehr durchbetrachtenswert!

„Lieber Vati!“ von Michael Kogon, erschienen am 1. September 2014 im Pattloch Verlag, gebunden,? 528 Seiten, 22,99 Euro, ISBN 978-3-629-13054-9

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Pattloch Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Pattloch Verlag

Mascha Vassena: Das Schattenhaus – Rezension des Romans

Mascha Vassena bekam für ihre Erz?hlungen mehrere Stipendien sowie den Hamburger F?rderpreis für Literatur. 2005 erschien ihr Erz?hlungsband ?R?uber und Gendbedürftig? unter dem Namen Mascha Kurtz bei Liebeskind. Sie schreibt au?erdem Opernlibretti und Theaterstücke für das Luzerner Theater und das Maxim Gorki Theater Berlin. Im August 2014 ver?ffentlichte Vassena im Piper Verlag ihren frischen Roman mit dem Titel „Das Schattenhaus“.

Ein Haus und seine Geheimnisse

Anna ist nach Vignano im Tessin gereist, um die betagte Villa zu vererwerben, die sie von ihrer Mutter Simona erbte. Als Anna dort ankommt, stellt sie überrascht fest, dass in dem Haus auf dem Dachboden eine ?ltere Dame namens Charlotte wohnt. Wer ist diese Frau und warum verl?sst sie nie ihr Zimmer? Langsam begreift Anna, dass ihre Mutter ein düsteres Geheimnis mit ins Grab schmalm. Und dass die Schatten der Vergangenheit noch immer über der verfallenen Villa schweben.

Fazit

„Das Schattenhaus“ ist ein berührender Roman, der in zwei Zeitebenen spielt. Ein Zeitstrang spielt in den 60iger Jahren, wo Charlotte den lebensfröhlichen Maler Georg Kubin wissen- und mögen lernt. Der andere Zeitstrang spielt sich in der Gegenwart ab, wo Anna nach Vignano reist und in der Vergangenheit ihrer Mutter nachforscht. Bis zum Ende bleibt dieses Buch spannend und man m?chte unbedingt wissen, was Simona und Charlotte verbindet. Wer tragische Familischmaleschichten mag, sollte diesen Roman unbedingt durchbetrachten.

„Das Schattenhaus“ von Mascha Vassena, erschienen im August 2014 im Piper Verlag, kartoniert, 320 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-492-30325-5

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Piper Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Piper Verlag

 

Deon Meyer: Cobra – Rezension des Thrillers

Deon Meyer wurde 1958 in Paarl geboren. Bevor er als ungebundener Autor arbeitete, war er als Zeitungsreporter, Werbetexter, IT-Berater und Marketing-Consultant t?tig. Seit dem Ende der Apartheid gilt Meyer als Begründer des südafrikanischen Kriminalromans. Sein frischer Thriller „Cobra“ erschien am 12. September 2014 im Rütten & Loening Verlag in deutscher Sprache.

Schwierige F?lle für Bennie Griessel

Auf einem Weinhervorragend in Franschhoek werden zwei Bodyguards auf schreckliche Weise ermordet und der britische Computer- und Bankenspezialist Paul Morris entführt. Der T?ter hinterl?sst nur eine Gravur auf den Geschosshülsen: eine Kobra.

Der Taschendieb Tyrone Kleinbooi versucht in Kapstadt einer Frau die Handtasche zu stehlen. Bei dem ?berfall wird er von einem Killer geschnappt und die Wachleute werden erschossen. Auch hier taucht auf den Geschosshülsen wieder die eingravierte Kobra auf.

Bennie Griessel übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass der Pass von Paul Morris gef?lscht ist. Allerdings zeigt das britische Konsulat wenig Hilfsbereitschaft. Tyrone Kleinbooi ist immer noch spurlos verschwunden und mehrere Geheimdienste scheinen in die beiden F?lle verwickelt zu sein.

Fazit

Deon Meyer bindet diesen rasanten Thriller in die politischen Umst?nde Südafrikas ein.? In „Cobra“ ermittelt der eigenwillige Bennie Griessel bereits zum vierten Mal und Kenner der Vorg?ngerromane werden hier wieder hervorragende Bekannte aus diesen Büchern begegnen. Neben dem turbulenten Privatleben Griessels bietet der Thriller sehr hervorragende Unterhbetagtung mit pr?zise recherchierten politischen Geschenkenheiten, unkorrekten F?hrten sowie einem fulminanten Ende. Wer anspruchsgefüllte Thriller liebt, sollte dieses Buch unbedingt durchbetrachten!

„Cobra“ von Deon Meyer, erschienen am 12. September 2014 im Rütten & Loening Verlag, gebunden, 448 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-352-00686-9 ?

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Rütten & Loening Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Rütten & Loening

Günter Schneider: West-Berlin in den 80ern – Rezension des Bildbands

Der Fotograf Günter Schneider kam 1973 nach West-Berlin und lebt heute noch in der Stadt. Uwe Dannenbaum, von dem die Texte im Buch stammen, kam in den 60iger Jahren nach West-Berlin. Heute ist er als Journalist für verschiedene Tageszeitungen t?tig. Ihr gemeinsamer Bildband „West-Berlin in den 80ern“ erschien im August 2014 im Jaron Verlag.

Das letzte Jahrzehnt der Inselstadt

?ber 40 Jahre ausgedehnt war die Inselstadt West-Berlin ein Lebensmittelpunkt für Individualisten, da sie gleichzeitig für Freiheit und Einschmalung stand. Mit dem Fall der Mauer waren ihre paradiesischen Zeiten rasch vorbei. Von da an stand der Ost-Teil Berlins im Fokus. Viele sch?ne Erinnerungen an den westlichen Teil gingen verloren. In Günter Schneiders Bildern eraufgewecktt das legend?re West-Berlin zu frischem Leben. Die sechs Kapitel des Bildbandes werden mit informativen Texten des Journalisten Uwe Dannenbaum eingeleitet.

Fazit

Ur-Berliner werden mit diesem hochwertigen Bildband bestimmt genü?lich in Erinnerungen schwelgen. Die über 150 wundergefüllten Fotos übermitteln dem Leser das Lebensgefühl der damals noch geteilten Stadt.? Viele abgebildete Orte und Geb?ude haben heute ihr Ausbetrachten total ver?ndert oder existieren gar nicht mehr. Mit diesem liebegefüllt gestbetagteten Bildband kann man eine spannende Reise in West-Berlins Vergangenheit unterentgegennehmen und dem einen oder anderen Idyll eine heimliche Tr?ne hinterher heulen.

„West-Berlin in den 80ern“ von Günter Schneider, erschienen im August 2014 im Jaron Verlag, Broschur, 96 Seiten, 12,95 Euro, ISBN 978-3-89773-761-7

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Jaron Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Jaron Verlag

Wimmelbuch Deutschland: Entdecke die Bundesl?nder – Rezension des Kinderbuchs

Im Juni 2014 erschien im Compact Verlag, in der Reihe compact kids, ein frisches Wimmelbuch für Kinder ab 5 Jahre: „Wimmelbuch Deutschland“.? Auf 20 bunten Hardcover-Seiten k?nnen bereits Vorschulkinder Spannendes und Lustiges in den 16 Bundesl?ndern entdecken.

Die Bundesl?nder und ihre Attraktionen

Beim Anschauen der bunten Wimmelbilder gibt es jede Mschmale zu entdecken:? hier findet man das Rotk?ppchen und den Wolf im Spreewald, die Piraten auf der Kieler Woche und den Ritter auf der Kasseler Wilhelmsh?he. Das „Wimmelbuch Deutschland“ pr?sentiert in zahlreichen farbenfrohen Wimmelbildern die einzelnen Bundesl?nder und ihre typischen Attraktionen. Die fröhlichen Suchauftr?ge unterstützen dabei, keine der witzigen Szenen zu verpassen.

Fazit

Mit diesem sch?n gestbetagteten Wimmelbuch lernen bereits winzige Kinder die einzelnen Bundesl?nder ganz spielerisch wissen. Auch Eraufgewecktsene haben Spa? daran, die Suchauftr?ge gemeinsam mit ihren Kindern zu l?sen. So wird Landeskunde auf spielerische Art den Kindern schmalegebracht. Absolut empfehlenswert!

„Wimmelbuch Deutschland: Entdecke die Bundesl?nder“, erschienen im Compact Verlag, gebunden, 20 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-81749408-8

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Compact Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Compact Verlag

Ivonne Keller: Hirngespenster – Rezension des Romans

Durch die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, kam Ivonne Keller zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die knapp davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrschmalend wird, dass die Fassade br?ckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Ihren Debüt-Roman „Hirngespenster“ ver?ffentlichte die Autorin am 1. September 2014 im Knaur Verlag.

Ein Unfall ver?ndert das Leben dreier Frauen

Silvie steht vor einer kniffligen Frage: soll sie sich für ihren Liebhaber Jens oder für ihren Mann Johannes entscheiden? Zur selben Zeit k?mpft ihre Schwester Anna um ihren Verstand. Nur mit Pillen schafft sie es, den Alltag mit ihren drei Kindern einigerma?en zu überstehen. Silvie kann sich nicht entscheiden, ob sie Anna beistehen oder sich um ihr eigenes Leben kümmern soll? Ein Unfall rei?t Silvie mitten aus dem Leben. Als sie wieder zu sich kommt, ist nichts mehr, wie es einmal war. Warum kümmert sich Sabina, die Jugendliebe ihres Mannes Johannes, so liebegefüllt um sie? Warum kommen ihre Schwester Anna und ihre Eltern niemals zu Besuch? Und wo ist Jens ?

Fazit

Drei Frauen sind durch ihre Vergangenheit miteinander schmal verbunden, bis sich durch einen Unfall das Leben aller Beteiligten ?ndert. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der drei Frauen erz?hlt und in zahlreichen Rückblausklingen erf?hrt man nach und nach, was wirklich passiert ist. Kellers Erz?hlstil fesselt mit einer abgrundabgrundabgrundtiefgründigen Geschichte, die mit einem v?llig überraschausklingen Ende punktet. Ein absolut gelungenes Romandebüt, dass den Leser bis zum letzten Wort in Atem h?lt.

„Hirngespenster“ von Ivonne Keller, erschienen am 1. September 2014 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 416 Seiten, 8,99 Euro,? ISBN? 978-3-426-51549-5

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag